Der Große? Friedrich II. und Sachsen
Do.
16.02.
20.00 Agricolaforum Chemnitz
"Sachsen wäre jedoch am nützlichsten" - Das Kalkül Friedrichs II. und seiner Nachfolger
Prof. Dr. Winfried Müller, Dresden
In Kooperation mit:
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
TU Chemnitz
Sachsen und Preußen verbindet eine schwierige Nachbarschaft. Nach dem Westfälischen Frieden (1648) durften sich die mittleren und größeren Territorien des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation als "Schwellenmächte" mit eigenen Ambitionen auf der reichs- und europapolitischen Bühne begreifen. Das Streben nach einer Königskrone folgte dabei einer gewissen Systemlogik, die zugleich einen enormen Konkurrenzdruck aufbaute. Der für beide Territorien wichtige Zugriff auf Schlesien kulminierte schließlich im Siebenjährigen Krieg (1756-63), an dessen Ende der Aufstieg Brandenburg-Preußens zur Großmacht und das Ende der sächsisch-polnischen Union standen. Mit der Besetzung Sachsens gleich zu Kriegsbeginn war außerdem eine Leitlinie der preußischen Politik - der bereits 1752 von Friedrich II. formulierte Wunsch nach einer Annexion Sachsens - manifest geworden. Deshalb geht der Blick von der friderizianischen Epoche auch auf das ausgehende 18. und frühe 19. Jahrhundert, als bei der Neuordnung der deutschen Staatenwelt die preußische und sächsische Politik wiederum eng miteinander verwoben waren und sich auf dem Wiener Kongress 1814/15
erneut die Frage stellte: Finis Saxoniae?
Prof. Dr. Winfried Müller lehrt Sächsische Landesgeschichte an der TU Dresden und ist Direktor des Instituts für
Sächsische Geschichte und Volkskunde.
Weitere Veranstaltung in dieser Reihe: 23. Februar
TU Chemnitz
Eduard-Theodor-Böttcher-Bau
Altes Heizhaus
Straße der Nationen 62
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