Religion, Bildung, Wissenschaft und Kultur

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Veranstaltungen

Reichpogromnacht

Do.

04.11.

20.00 Agricolaforum Chemnitz

Abgrenzung und Nähe - Zum Ursprung der Spannung zwischen Christen und Juden

Prof. Dr. Jens Herzer, Leipzig

In Kooperation mit:
TU Chemnitz
Arbeitsgemeinschaft Reichspogromnacht


Die bekannten Frauenfiguren am Eingang des Straßburger Münsters - die Synagoge mit gesenktem Haupt, zerbrochener Lanze und verbundenen Augen auf der einen, die siegreiche Ekklesia auf der anderen Seite - symbolisieren auf eigentümliche Weise die jahrhundertealte Spannung zwischen Judentum und Christentum, eine Spannung zwischen ursprünglicher Nähe und geschichtlich gewachsener Distanz. Diese Distanz verwandelte sich im Laufe der Geschichte bisweilen in offene Feindschaft seitens der Christen. Dabei reicht das Ringen um die Identität der christlichen Gemeinden im Gegenüber zum Judentum bis in die ersten Jahrzehnte des "neuen Weges" - wie die Apostelgeschichte die neu entstehenden christlichen Gruppen nennt - zurück. Die neuere Forschung vermittelt wichtige Einsichten in dieses Ringen und die Ursprünge eines schwierigen Verhältnisses. Daraus ergeben sich wesentliche Perspektiven für das Miteinander von Kirche und Synagoge - eine bleibende Herausforderung gerade auch angesichts der vielfältigen geschichtlichen Belastungen.

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